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Aktivitäten

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Gerne geben wir Ihnen einen kleinen Überblick über die vergangenen Tätigkeiten der ZSO Werdenber Nord.

Übung Panoramica comune 17

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Grabs Sechs regionale Führungsstäbe beteiligten sich am Donnerstag an der gemeinsamen Übung «Panoramica comune 17» für den Raum Bodensee, Rheintal, Werdenberg, Sarganserland.

Hansruedi Rohrer

Starkniederschläge und Hochwassersituation im ganzen Rheintal war das Szenario für die sechs regionalen Führungsstäbe Bodensee, Mittelrheintal, Oberes Rheintal, Werdenberg Nord, Pizol sowie des Kantonalen Führungstabs St. Gallen zur Bewältigung dieses Grossereignisses. Die Teilnehmer wurden mit diesem naturbedingen Schadenereignis konfrontiert. Da es sich um eine ausserordentliche Lage in einem grossen Schadenraum handelte, waren nicht nur die Partnerorganisationen im Bevölkerungsschutz längere Zeit im Einsatz, konfrontiert damit wurden auch die genannten regionalen Führungsstäbe. Diese hatten hier über die eigene Verbundgrenze hinaus zu arbeiten, wie zeitlich gerechter Austausch von Informationen, Nachrichtenbeschaffung durch die Lagezentren, Koordination von Massnahmen, Überblick über die aktuelle Situation in den Gebieten.

Der Kommandoposten des Regionalen Führungsstabs Werdenberg Nord mit Stabschef Franz Kendlbacher, Zivilschutz-Kommandant Thomas Wohlwend sowie den Mitarbeitenden befindet sich im geschützten Bereich des Spital Grabs. Im Regionalen Führungsstab sind insgesamt 15 Leute aus den Gemeinden Grabs, Gams und Sennwald vertreten. In Grabs sind alle für einen Kommandoposten notwendigen infrastrukturellen Einrichtungen auf dem neuesten Stand eingerichtet. Dort liefen nun an der Übung «die Drähte heiss», denn es wurde Hochwasser am Binnenkanal in Sennwald, ein Felssturz am Chapf, Sax und Hochwasser der Simmi in Gams gemeldet. Es mussten Abklärungen getroffen werden: hat es Chemiestoffe im Simmi-Hochwasser? Ist das Altersheim Möösli gefährdet? Wie sind die geologischen Verhältnisse? Der Regionale Führungsstab ist die Schnittstelle für erhaltene und erteilte Aufträge sowie der ein- und ausgehenden Rapporte. Die Meldungen gehen zur Abklärung an den Kantonalen Führungsstab St. Gallen. Dort werden die Daten abgeklärt und aufbereitet, um dem Regionalen Führungsstab im nächsten Rapport mitzuteilen, was nun die nächsten Schritte und Aufträge sind. Zum Beispiel, ob nachbarlich Hilfe anzufordern ist oder ob eine Strasse gesperrt werden soll.

Wenn bei einem Ereignis Feuerwehr und Polizei an die Grenzen stossen, werde sodann der Zivilschutz eingesetzt, erklärte Franz Kendlbacher. Anschliessend komme der Gemeindeführungsstab zum Einsatz, wenn das Ereignis grössere Ausmasse erreiche, und bei überregionalen Katastrophen sei der Regionale Führungsstab auf dem Posten. So wie bei dieser Übung, welche auch als Training über die Gemeinde- und Regionengrenze hinaus galt. Auf einen Nenner gebracht suchte der Regionale Führungsstab nach steten Lösungen im übergeordneten Ereignis zum Schutz von Mensch und Tier.

Materialtransporte um Umzüge

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Wer nun glaubt, dass die ZSO Werdenberg Nord sich während ihrer WK-Woche nur mit dem Umzug der vielen Tonnen Material beschäftigte, sieht sich getäuscht. Nicht nur der koordinierte Transport hielt die
weit über 100 im Einsatz stehenden Männer in Trab, auch die Arbeiten auf den sieben Baustellen in den drei Gemeinden Sennwald, Gams und Grabs.
Der Umzug des KP Forsteck in das KP Spital Grabs ist der politischen Entscheidung geschuldet, dass aufgrund der fehlenden nicht fest installierten Notfallstromversorgung der Standort der ZSO verlegt werden muss. Ob dieser Entscheid Sinn macht und sich in der Praxis als tauglich erweist, wird sich weisen. Die eine oder andere erfreute Gesichtsregung war bei den drei Gemeindepräsidenten auszumachen, als diese das neue KP in Grabs in Augenschein nahmen. In den vergangenen Monaten wurden die Räumlichkeiten angepasst.
Tätigkeiten in den Gemeinden
Seit Jahren wird die ZSO immer wieder angefragt, ob sie nicht Arbeiten in Angriff nehmen kann, die sonst niemand erledigen möchte oder kann. Ein heikles Unterfangen stand dieses Jahr in Sax auf dem Programm. Der Weg zur Burgruine Frischenberg wurde in Stand gestellt. Dazu waren nicht nur etliche Genehmigungen seitens des Kantons notwendig, sondern auch handwerkliche Arbeiten im Gelände. Ersteres erledigte die Gemeinde Sennwald, zweiteres die Fachleute des Zivilschutzes. „Ich weiss nicht was mühsamer war. Die vorgängigen Abklärungen oder das Ausführen der Arbeiten im Gelände“ sagte ein sichtbar zufriedener Gemeindepräsident Peter Kindler bei der Begehung mit Revierförster Hans Tinner und den Verantwortlichen des Zivilschutzes.

Helfende Hände allen Ortes

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Der Zivilschutz steht im Kanton St. Gallen vor grundlegenden Veränderungen. Noch ist unklar, welche Weichen durch die politischen Ebenen gestellt werden. Das Projekt „Zivilschutz 2015+“ geistert mit den allfälligen Zusammenlegungen und Redimensionierungen als Schreckensgespenst im Kopf manch eines Zivilschützers herum. Von dieser Situation unbeeindruckt rückten während der vergangenen Woche über 100 Angehörige der ZSO Werdenberg Nord zum Wiederholungskurs ein.
 „Klar ist diese Ausgangslage für jeden Einzelnen und das Kader nicht einfach. Aber ich kann auf eine Truppe zählen, die sehr motiviert zur Sache sprich auf die Baustellen oder an ihre Aufgaben geht“ hält Kommandant Thomas Wohlwend fest. Dabei schaut er vom Standort der Zivilschutzorganisation Werdenberg Nord beim Altersheim Forstegg in Sennwald Richtung Berge. Dies ist ein symbolträchtiges Bild: zum einen dürfte mit der Neuausrichtung des Zivilschutzes die Anlage Forstegg in Sennwald geschlossen werden und zum anderen befinden sich die meisten Baustellen eines Wiederholungskurses jeweils in den Bergen.
Dieses Jahr wurden in Grabs Begehungs- und Wanderwege saniert sowie Geschiebesämmler und Bachborde ausgeholzt. Ähnliche Arbeiten wurden in Gams durchgeführt und in Sennwald profitierte der Weg in die Alp Rohr vom Einsatz des Zivilschutzes. „Wir sanierten zwei Feuerstellen grosszügig und besserten auch den Weg wieder aus. Diese Arbeiten sind für jedermann sichtbar, daneben gibt es aber auch viele weniger auffällige Arbeiten“ verweist Wohlwend auf weitere Tätigkeitsfelder der ZSO Werdenberg Nord. So wurden alle Angehörigen mit neuen Arbeitskleidern ausgestattet. Diese erfüllen alle international gültigen Bestimmungen und Empfehlungen in Bezug auf Sicherheit und Komfort. Und in Vorbereitung auf den Einsatz vom kommenden Jahr beim grossen Turnfest in Gams wurden die Kommunikationsexperten intensiv geschult. Wohlwend: „Die ZSO Werdenberg Nord ist vorbereitet – solange man sie lässt!“ (Pascal Hardegger / 17.7.2015)

"Zweigeteilter„ Einsatz der ZSO

Zusammenarbeit erfolgreich geübt

Regen, Sicherheit, Sonnenschein

In luftigen Höhen...

Herbstübung 2011

Zum ersten Mal im Saxerriet